MOTORRAD - UNFALL

SAMSTAG, 1. Juli  2006,  ca. 11:55 Uhr


Mit Helm und Motorradjacke in Händen stand Sven im Flur unserer Wohnung und schlüpfte in seine Schuhe.

Es war das letzte Mal, dass ich ihn lebend sehen sollte !

Mit dem Bus fuhr er daraufhin nach Aachen, um seine Honda NSR 125 aus der Werkstatt abzuholen. Sie hatte eine Verlängerung der Betriebserlaubnis und auch neue Bereifung erhalten. Anschließend fuhr er mit seinem Moped weiter um seinen Freund Marcus  abzuholen. Die beiden wollten am Abend zusammen das Fußball-WM-Spiel gegen Brasilien anschauen.

Doch dazu sollte es nicht mehr kommen !

Sven befand sich auf dem Weg nach Stolberg! Mit Marcus als Soziusfahrer befuhr er die Sebastianusstr. Richtung Stolberg Atsch. Es ist ca. 13:42 Uhr als sie den Ortseingang erreichen. Plötzlich, ohne Fahrtrichtungsanzeiger, biegt ein Opel Merivan nach links ab und nimmt ihm die Vorfahrt !

KEINE CHANCE !

Kein Bremsen, kein Abspringen, kein „über das Fahrzeug fliegen“ möglich für Sven ! Sein Körper fliegt in die Frontscheibe des Fahrzeuges und danach 8 Meter weiter auf den Gehsteig. Sein Freund Marcus fliegt über den Van 35 Meter weit und bleibt schwer verletzt auf einem Radweg liegen.
Die Fahrerin des Opel bleibt nicht an der Unfallstelle stehen und kümmert sich um die Schwerstverletzten.
Nein !

Trotz gerissener Frontscheibe und minimalem Sichtfeld fährt sie weiter in die Straße „Zum Hirschfeld“ in Richtung Friedhof Atsch! Sie schafft es an beidseitig geparkten Fahrzeugen vorbei zu flüchten, bis sie mit einem, ihr entgegenkommenden, Taxi kollidiert. Dabei wurde auch der Zaun eines Hausgrundstücks beschädigt.

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Mein Sohn Sven verstarb trotz Hilfs- und Reanimationsmaßnahmen der Notärzte und Sanitäter noch an der Unfallstelle. Sein Freund Marcus wurde mit schwersten, lebensgefährlichen Verletzungen ins Aachener Uni-Klinikum eingeliefert.


SVEN HATTE KEINE CHANCE DIESEN UNFALL ZU ÜBERLEBEN!